Informationen zu unserem Bauvorhaben „Barrierefreie Außenanlagen Kirche / Friedhof Zschocken“
Nach großen baulichen Fortschritten in den letzten Wochen freuen wir uns, euch ein wenig über die Maßnahmen, die Projektkonzeption und die finanzielle Unterstützung aus dem ELER zu informieren.
Mit unserem derzeitigen Bauprojekt „Barrierefreie Außenanlagen Kirche / Friedhof Zschocken“ knüpfen wir nun an das bereits erfolgreich umgesetzte Bauvorhaben zur Schaffung von Barrierefreiheit im Kirchenschiff und zur Restaurierung des Gestühls unserer Kirche an. Mit Unterstützung des LEADER-Programmes hat unsere Kirche im Inneren bereits ein neues Erscheinungsbild erhalten, künftig soll nun auch die Zuwegung zur Kirche sowie die angrenzenden Außenbereiche barrierefrei und somit für alle Besucher zugänglicher gestaltet werden.
Hinter dieser Zielsetzung steht die fachkundige Planung mithilfe des Ingenieurbüros für Kirchenbau, Glocken und Denkmalpflege, die saubere Arbeit sämtlicher lokaler Fachfirmen, das geistliche und praktische Mittragen des Bauvorhabens durch unsere Gemeinde sowie die finanzielle Unterstütztung durch Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), im Rahmen der LEADER-Entwicklungsstrategie (LES) des Freistaates Sachsen. Das Vorhaben wird im Rahmen der LEADER-Entwicklungsstrategie 2023–2027 des Freistaates Sachsen im Handlungsfeld „Schaffung und Aufwertung von Aufenthaltsbereichen im öffentlichen Raum“ umgesetzt. Der Gesamtumfang der Baumaßnahme beträgt rund 200.000,00 €. Davon werden 80% der Kosten durch LEADER-Fördermittel getragen. Die verbleibenden rund 40.000,00 € werden durch Eigenmittel unserer Kirchgemeinde aufgebracht.

Die aktuellen Baumaßnahmen umfassen:
Barrierefreie Zuwegung und neuer Treppenaufgang zur Kirche und zum Friedhof
Ein Schwerpunkt des Bauprojektes ist die barrierefreie Erschließung von Kirche und Friedhof über eine Rampe entlang der südlichen Friedhofsmauer. Diese verbindet die nördlich gelegenen Stellplätze, das Pfarrhaus und den Jugendraum mit dem westlichen Eingangsportal des Friedhofes und führt weiter zur Kirche sowie zu der neu entstehenden WC-Anlage. Infolgedessen kann auch der Zugang über das südliche Eingangstor barrierefrei gestaltet werden. Bisher besteht ein barrierefreier Zugang zum Pfarrhaus nur über die Straße und den Parkplatz am nördlich gelegenen Ausgang. Die neue Rampe sorgt zukünftig für eine bedeutend bessere Verbindung, was insbesondere für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderungen eine deutliche Erleichterung darstellt. Gleichzeitig entschärft sich das Verkehrsrisiko auf dem einspurigen Wilhelm-Zierold-Weg, da Fußgänger künftig auf die sichere Zuwegung ausweichen können. Gerade während der Gottesdienste, wenn viele Besucher zu Fuß unterwegs sind und gleichzeitig Fahrzeuge den Weg nutzen, können so gefährliche Situationen vermieden werden. Im Bereich des Eingangsportals wird die derzeit baufällige Treppenanlage vollständig zurückgebaut. Die vorhandene Treppe mit ihren zwei schmalen und steilen Zugangspfaden wird durch eine neue Außentreppe ersetzt, die bis auf das Straßenniveau verlängert wird. Über ein neues Podest laufen die beiden Zuwegungen am westlichen Eingangsportal zusammen.
Neue barrierefreie sanitäre Einrichtung
Die bestehende, mittlerweile baufällige WC-Anlage am südlichen Eingangstor wird unter Erhalt der Friedhofsmauer komplett zurückgebaut. An ihrer Stelle entsteht ein barrierefreier WC-Container mit abflussloser Grube. Das WC kann künftig sowohl von Friedhofsbesuchern während der Öffnungszeiten als auch von Besuchern der Kirche genutzt werden. Der Container wird mit einer Holzverkleidung in Rhombusschalung gestaltet. Zusätzlich entsteht eine Überdachung, die bis an das historische Torhaus reicht.
Neue angepasste Wasserversorgung
Im Zuge der Baumaßnahme erhalten sowohl der neue WC-Container als auch die Sakristei einen Trinkwasseranschluss, denn der Friedhof ist bisher nicht an das Wassernetz angeschlossen. Zusätzlich wird eine 15m³ fassende Zisterne mit Ringleitung und mehreren Wasserentnahmestellen an der Kirche errichtet. Die vier Wasserentnahmestellen erleichtern insbesondere älteren Menschen die Grabpflege, da die Wege zum Wasser deutlich kürzer werden.
Für die Unterstützung und Begleitung unseres Bauvorhabens danken wir allen Beteiligten ganz herzlich. Ein besonderer Dank gilt dabei auch all unseren Gemeindemitgliedern und Gästen, die durch ihre Kollekten und Spenden einen wichtigen Beitrag zur Realisierung der Baumaßnahmen leisten und geleistet haben. Wir freuen uns, dass wir dieses Projekt gemeinsam als Gemeinde umsetzen und damit unsere Kirche und die dazugehörigen Außenanlagen langfristig für alle zugänglich gestalten können. So tragen wir gemeinsam dazu bei, dass unsere schöne Zschockener Kirche auch in Zukunft ein lebendiger Ort des Glaubens und der Gemeinschaft bleibt.

„Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau.“
– 1. Korinther 3,9



